Im Zwei-Stunden-Takt starten von München die EC-Züge in Richtung Klagenfurt, weniger als fünf Stunden dauert die Reise von der bayerischen Hauptstadt in den Naturpark Weissensee mit der gleichnamigen Gemeinde. Die schlechte Nachricht: Ganz ohne Umsteigen kommt man leider nicht ans Ziel. Wenigstens einmal muss man seine Koffer vom einen in den anderen Zug bugsieren, denn alle Gleis-Wege nach Weissensee führen über Spittal-Millstättersee. Die gute Nachricht: Sitzt man dann erst einmal in der S 1 Richtung Lienz, ist man schon so gut wie da. Denn eine knappe halbe Stunde später rollt der Zug im Bahnhof Greifenburg-Weissensee ein, hier steht das Shuttle-Taxi für die letzte Meile ins Hotel bereit. 

Ist man doch mit dem Auto nach Weissensee gereist und hat das Gefährt am Hotel geparkt, so kann kann es hier für die nächsten Tage stehen bleiben. Vielmehr: Sollte, denn Weissensee ist schlicht nicht für Autos gemacht. Parkplätze im Ort sind rar und manche Gassen eindeutig zu schmal für größere PKW. 

Die hervorragende Mobilitäts-Infrastruktur macht das eigene Auto in Weissensee ohnehin überflüssig: Shuttlebusse steuern Ausflugsziele und Ausgangspunkte für Wanderungen an, Schiffe verkehren auf dem Weissensee im Linienverkehr und mit Halt an zahlreichen Anlegestellen. Es gibt den Wanderbus, der die Ortsteile miteinander verbindet. Und dann wartet hinter der Weissensee Information auf dem Parkplatz auch noch Fred, ein stundenweise ausleihbares E-Auto.

Titelbild:
©Greifenburg altes OEBB-Stellwerk und Bahnhof Greifenburg-Weissensee von Johann Jaritz – Eigenes Werk, [CC BY-SA 3.0] über Wikimedia Commons

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